Evangelische Landeskirche Anhalts

St. Trinitatis Zerbst

Der Zentralbau ist auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes errichtet und mit markanten Zeichen, wie einem hohem Zeltdach oder einem außergewöhnlichem Turmknauf ausgestattet.

Zum Geburtstag des Fürsten am 16. Oktober 1696 wurde die Kirche in einem feierlichen Gottesdienst eingeweiht und zeitgleich der Heiligen Dreifaltigkeit (Trinitatis) gewidmet.

Der niederländische Architekt Cornelis Ryckwært, der auch Schlossbauten in Oranienburg und Zerbst entworfen hat, starb noch vor der Weihung des Gebäudes. Sein direkter nachfolgender Bauleiter war der Italiener Giovanni Simonetti. Als Vorbild, für den durch die antikisierende Fassaden eher an ein Konzerthaus erinnernden Sakralbau, diente die Kirche Oosterkerk in Amsterdam.

Im zweiten Weltkrieg am 16. April 1945 brannte die St.-Trinitatis-Kirche vollständig aus. Neben 126 Kunstwerken gingen dabei auch das Gewölbe und der Hochaltar unwiederbringlich verloren. Später, in den 50er Jahren, begann der Wiederaufbau und damit auch die Beseitigung der größten Kriegsschäden am Hochaltar und einer Orgelempore. Eine vollständige Sanierung der St. Trinitatis wurde im Jahr 1991 durchgeführt, dabei wurden das Dach, die Bleiglasfenster und die Fassade erneuert. Nach einem Umbau 2003 wird das Gebäude bis Heute als Gemeindezentrum genutzt.

Die hervorzuhebende und sehenswerten Merkmale der Innenausstattung, die von Gabriel Simonetti gestaltet wurden, sind der spät wieder hergerichtete Hochaltar, die Kanzel aus dem 17. Jahrhundert und ein romanischer Taufstein sowie Epitaphien und Bilder.

Bauzeit: 1696

Baustil: holländischer Barock

Besonderheiten: nach dem Umbau 2003 ein modernes Gemeindezentrum

Gottesdienste: sonntags 10.00 Uhr

sdf
St. Trinitatis Zerbst
39261 Zerbst/Anhalt (Stadt)
Rennstraße 1-3