Evangelische Landeskirche Anhalts

Martin-Luther-Kirche Mosigkau

Die alte Dorfkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sie liegt im ursprünglichen Ortszentrum, während Schloss und Park später an den Ortsrand gebaut wurden. Aus der frühen Zeit sind noch die originalen Bronzeglocken, das Eingangsportal und zwei Sakramentsnischen im Inneren erhalten.

Unter Vater Franz wurde die Kirche dem neugotischen Geschmack angepasst – sie ist eines der ersten Sakralbauwerke in diesem Stil. Der ursprünglich romanische Turm erhielt 1780 zwei Turmaufsätze nach dem Vorbild englischer Kathedralen, die weithin zu sehen sind. Außerdem wurde für die Benutzung durch das im Schloss ansässige »hochadlige Fräuleinstift«, das eine neue Beziehung zwischen Kirche und Schloss schuf, ein ebenfalls neugotisches Chorgestühl eingebaut.

1844, nach der Union zwischen Reformierten und Lutherischen in der anhaltischen Landeskirche, fügte man einen neuen Sandsteinaltar hinzu. Im 20. Jahrhundert wurde die barocke Kanzel an die Nordseite des Kirchenschiffes versetzt. Ihre Stelle schmückt jetzt eine Christusfigur aus der aufgegebenen Martinskirche in Köthen. Seit dem Reformations-Jubiläumsjahr 1967 trägt die Kirche den Namen Martin Luthers. Sie wurde Ende der 1990er Jahre umfassend saniert.

Bauzeit: 13./18. Jahrhundert

Baustil: gotischer Ursprung, neugotisch umgebaut, romanischer Turm, Turmaufsätze von 1780

Besonderheiten: Kirche des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches, Nähe zum Barockschloss Mosigkau

Gottesdienste: sonntags 10.00 Uhr

gartenreich

sdf
Martin-Luther-Kirche Mosigkau
06847 Dessau-Roßlau OT Mosigkau
Anhalter Straße 9