Klosterkirche Nienburg
Die gut erhaltene Klosterkirche St. Marien und St. Cyprian aus dem Jahr 1004 ist eines der bedeutendsten frühgotischen Bauwerke im mitteldeutschen Raum. Sie wird ökumenisch von der evangelischen und katholischen Gemeinde genutzt. Das Benediktinerkloster von Nienburg war im Jahr 970 durch Markgraf Thietmar gegründet worden, wurde später in den Rang eines Reichsklosters erhoben und am 8. August 1004 in Anwesenheit von König Heinrich II. geweiht. Es war in den folgenden Jahrhunderten stets ein Zentrum der Kultur, der Wirtschaft und des Glaubens. Nach der Zerstörung im Bauernkrieg und dem Ende des Klosterlebens im Jahr 1552 wurde das Kloster 1690 zum Witwensitz der anhalt-köthenener Fürstinnen ernannt. Die Kloster-/Schlosskirche wurde zur lutherischen Schlosskirche und präsentiert sich heute, nach aufwändigen Sanierungsarbeiten in der Nach- und Vorwendezeit, in ansehnlichem Zustand.
Bauzeit: 1004/1280
Baustil: romanisch/gotisch
Besonderheiten: romanischer Schmuckfußboden, Monatssäule, historische Grabmale
Gottesdienste: In der Regel sonntags 10 Uhr
sdfromanik
- Klosterkirche Nienburg
- 06429 Nienburg (Saale)
- Goetheplatz 8