St. Marien Harzgerode
Der Turm der St. Marienkirche gehört zu den ältesten Bauwerken der Stadt. Ende des 17. Jhd. wurde ein Neubau des Kirchengebäudes notwendig. Bemerkenswert ist die aus dieser Zeit stammende Innenausstattung, die drei Emporen und der Fürstenstuhl. Der von Fürst Wilhelm gebaute Fürstenstuhl nimmt die ganze Breite der Ostseite ein und ist mit dem Bilde des Fürsten und seiner beiden Gemahlinnen gekrönt. Links neben der Kanzel befinden sich zwei örtliche Darstellungen: Die Grube "Albertine, Fundgrube mit Göpel und Feldgestänge", daneben "Silberverhüttung im Selketal mit Schacht- und Treibofen". Unter dem Turm ist ein Gewölbe. Hier sind Fürst Wilhelm und seine erste Gemahlin Elisabeth Albertine beigesetzt.
Die beiden Weltkriege des 20. Jhd. überstand der Kirchenbau relativ unbeschadet. Die Glocken fielen allerdings den Metallabgaben zum Opfer. Nur die Seigerglocke, 1486 gegossen und 1725 umgegossen, fand Dank glücklicher Fügung zurück nach Harzgerode. In den 80er Jahren begann eine umfassende Sanierung der Kirche.
Im evangelischen Gemeindezentrum, schräg gegenüber der Stadtinformation, können Kirchen- und Turmführungen angemeldet werden oder Sie besuchen die St. Marienkirche.
Bauzeit: 13. Jahrhundert, verändert 1696/98
Baustil: Gotik / Barock
Besonderheiten: Wertvolle Innenausstattung mit drei Emporen, Fürstenstuhl und Porträts, Fürstengruft, Markt
Gottesdienste: sonntags 11.00 Uhr
sdf- St. Marien Harzgerode
- 06493 Harzgerode
- Marktplatz 4