Evangelische Kirche Großkühnau
Die ursprüngliche Dorfkirche wurde 1828-30 durch einen neuromanischen Backsteinbau ersetzt, der zu den frühesten Beispielen dieses Stils in Deutschland zählt. Die Entwürfe stammten vom Herzog Leopold Friedrich (Enkel von Vater Franz) und vom Baumeister Carlo Ignazio Pozzi. Wie das klassizistisch überformte Schloss liegt die Kirche am Eingang der Parkanlage und ist durch eine Blickachse mit ihr verbunden. Durch zwei schöne Säulenportale gelangt man in einen Innenraum, der von einer romanisierenden Holzempore im Rundbogenstil gegliedert wird.
Von der ersten Kühnauer Kirche wurden nur die sehr alten Glocken aus dem 10. und 11. Jh. übernommen sowie ein Kapitell aus dem 12. Jh., auf dem die Granitsäule unter der Kanzel ruht. Sehenswert sind kleine Glasmalereien in den Rundungen der Fenster (16. Jh.), die Bibelszenen abbilden. Altaraufsatz und Orgelprospekt sind neugotisch gestaltet.
Seit 2014 steht die Kirche als Deutschlands erste Polizeikirche zusätzlich Polizeibeamten für Einkehr und Gebet zur Verfügung. Zudem ist sie Radfahrerkirche.
Bauzeit: 1828/29
Baustil: neoromanisch
Besonderheiten: mittelalterliche Glasmalerei, Glocken 10./11. Jahrhundert, Kirche des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches, frühes Beispiel der Neoromanik
Gottesdienste: sonntags 10.30 Uhr (nicht wöchentlich)
gartenreich
sdf- Evangelische Kirche Großkühnau
- 06846 Dessau-Roßlau OT Großkühnau
- Ebenhanstraße 8